Partielle Mondfinsternis am 25.4.

Am Abend des 25. April 2013 ereignet sich zur besten Beobachtungszeit für Deutschland eine partielle Mondfinsternis. Der Mond tritt nur minimal in den Kernschatten der Erde ein und wird so nur an seinem nördlichen Rand maximal zu wenigen Prozent verfinstert. Mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas sollte die kurze Finsternis bei klarem Himmel allerdings gut beobachten lassen.

Der zeitliche Verlauf der Mondfinsternis am 25. April 2013. Die Mitte der Finsternis ereignet sich um 22:09 Uhr MESZ und sollte dann mit dem bloßem Auge oder einem Fernglas als Verdunklung des nördlichen Mondrads sichtbar sein.
Der zeitliche Verlauf der Mondfinsternis am 25. April 2013. Die Mitte der Finsternis ereignet sich um 22:09 Uhr MESZ und sollte dann mit dem bloßem Auge oder einem Fernglas als Verdunklung des nördlichen Mondrads sichtbar sein. (Bild nach NASA-Grafik)

Die Mitte der Finsternis findet gegen 22:09 Uhr MESZ statt, dann sollte sie am auffälligsten sein. Der „obere“ Rand des Vollmonds sollte deutlich dunkler als gewöhnlich sein. Der Eintritt in den Kernschatten beginnt um 21:54 Uhr MESZ und nur 27 Minuten später um 22:21 Uhr MESZ verlässt der Mond den Kernschatten bereits wieder. Zuvor und auch danach sollte der „obere“ Rand des Monds leicht dunkler als sonst erscheinen, jedoch nicht so auffällig wie zur Mitte der Finsternis.

Während der Finsternis steht der Mond in südöstlicher Himmelsrichtung über dem Horizont, links oberhalb des Monds lässt sich der Ringplanet Saturn mit bloßem Auge als heller „Stern“ erkennen.

Mondfinsternisse finden immer dann statt, wenn Sonne, Erde und Mond mehr oder weniger exakt auf einer Linie stehen. Der Mond tritt dann zur Vollmondstellung in den Schattenkegel der Erde ein, den diesen in den Weltraum wirft. Es kommt nicht zu jedem Vollmond zu einer Mondfinsternis, da die Mondbahnebene zur Erdbahnebene geneigt ist. So kann der Vollmond auch knapp unterhalb oder oberhalb des Erdschattens vorbeilaufen.

Im „Idealfall“ kann der Mond vollständig durch den Kernschatten der Erde laufen (totale Mondfinsternis). Der Mond erscheint dann zur Mitte der Finsternis in einem rötlichen Licht und deutlich dunkler als normal. Die rote Färbung stammt von der Streuung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre, denn aus Sicht des Mondes steht die Erde vor der Sonne. In anderen Fällen streift der Mond den Kernschatten der Erde nur, so auch am 25. April 2013. Dann treten nur Teile des Monds in den dunklen Kernschatten ein (partielle Mondfinsternis), der Mond wirkt dann leicht „angeknabbert“. Im Kontrast mit dem helleren Teil des Monds, der dann nicht im Kernschatten steht, fällt die rötliche Färbung nicht so deutlich auf. Noch unauffälliger sind Finsternisse bei denen der Mond nur in den Halbschatten der Erde eintritt. Diese bleiben vom unbedarften Beobachter meist vollkommen unbemerkt.

Autor: B. Knispel

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