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„Supermond“ über Hannover

Aus aktuellem Anlass und weil uns bereits einige Anfragen erreicht haben, möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Beobachtung des heutigen Vollmonds a.k.a „Supermond“ anbieten. Das hat mehrere Gründe:

1) Am wichtigsten: In der Vollmondphase sieht der Mond beim Blick durch das Teleskop langweilig aus. Die Oberflächenstrukturen werfen keine Schatten und der Mond sieht platt und frei von jedem Relief aus. Krater, Rillen, Mondberge und vieles mehr lassen sich zu allen anderen Mondphasen (bis auf Neumond) besser beobachten.

2) Ein „Supermond“ ist – anders als es aktuell in den Medien manchmal klingen mag – nicht selten. Ein „Supermond“ ist lediglich ein Vollmond in Erdnähe auf seiner elliptischen Umlaufbahn. Dies tritt jedes Jahr rund dreimal ganz ähnlich auf. Nur beim genauen Vergleich der Entfernung zwischen Erde und Mond zwischen den einzelnen Vollmonden ergeben sich Unterschiede zwischen diesen. Der Vollmond im Dezember 2016 beispielsweise ist nur 0,8% kleiner als der heutige und auch der im Oktober 2016 war bereits vergleichbar groß. Den Unterschied sieht niemand. Auch nicht durch ein Teleskop.

3) Das Wetter dürfte heute Abend in Hannover vermutlich bereits bewölkt sein.

Trotz alledem sollten Sie heute Abend gegen 17 Uhr vor die Tür gehen, sich einen freien Blick zum Nordosthorizont suchen, auf gutes Wetter hoffen und den Mondaufgang bewundern. Der ist nämlich immer schön – nicht nur beim „Supermond“.

Öffentlicher Vortrag „Unser Mond – Fakten und Mythen“ am 10. November

Der Anblick des Mondes am Himmel ist wohl jedem vertraut. Im Monatsrhythmus wechselt er seine Phasen, und manchmal verfinstert er sich. Aber viele wissen nicht, wie diese Erscheinungen eigentlich zustande kommen. Der Vortrag am 10. November 2016 möchte dieses Wissen auffrischen und geht auch auf weitere Fragen ein: Wie ist der Mond entstanden? Wie sieht es auf seiner Oberfläche aus? Warum stürzt er nicht auf die Erde? Wie erzeugt er Ebbe und Flut? Und was ist wahr an den vielen Mythen, die sich um den Mond ranken – beeinflusst er unser Wetter? Soll man nach dem Mond „gärtnern“?

Der Vortrag beginnt um 20 Uhr, Einlass ist spätestens gegen 19:30 Uhr. Bitte seien Sie rechtzeitig vor Ort, die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns aber, wenn Sie die Volkssternwarte Hannover mit mit einer Spende unterstützen.

Der Mond und Saturn in einer High-Dynamic-Range-Aufnahme, die drei Einzelbilder unterschiedlicher Belichtungszeiten kombiniert. (Bild: B. Knispel)
Der Mond und Saturn in einer High-Dynamic-Range-Aufnahme, die drei Einzelbilder unterschiedlicher Belichtungszeiten kombiniert. (Bild: B. Knispel)

Sternwarte für Kinder am 4. November

Am Freitag, den 4. November 2016, öffnet die Volkssternwarte ab 17:30 Uhr (und bis etwa 19:30 Uhr) exklusiv für euch: Kinder bis 13 Jahre mit ihren erwachsenen Begleitern. Dabei erfahrt ihr nicht nur etwas über das Weltall und den Sternenhimmel in kurzen Vorträgen, sondern könnt auch die Teleskope der Sternwarte besichtigen und einen Blick über Hannover werfen.

Bei klarem Himmel wird dann nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam der Sternenhimmel durch die Teleskope beobachtet. Am Dämmerungshimmel werden neben den Sternbildern auch der zunehmende Mond und die Planeten Saturn, Mars und Venus zu sehen sein.  Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Mond bietet durch unsere Fernrohre einen atemberaubenden Anblick. Beim Blick durch das Teleskop werdet ihr fast das Gefühl haben, ganz nah über den Mond und seine Berge, Krater und Lavaebenen zu fliegen.

Simulierter Anblick des Sternenhimmels um 17:30 Uhr MEZ am 4.11.
Simulierter Anblick des Sternenhimmels um 17:30 Uhr MEZ am 4. November.
So in etwa könnte der Mond im Teleskop aussehen.
So in etwa könnte der Mond im Teleskop aussehen.

Das war die Mondfinsternis am 28. September

Nachtrag: Der NDR hat einen Zeitraffer des Schauspiels produziert. Die Aufnahmen entstanden in der kleinen Kuppel der Sternwarte. Das Video ist hier zu finden.

In der vergangenen Nacht ereignete sich eine totale Mondfinsternis. In Hannover sah die Wettervorhersage zum Morgen hin – also genau zur Mitte der Finsternis – aufziehende Bewölkung („Hochnebel“) vor. Genau so kam es dann auch. Bis kurz vor Beginn der Totalität war der Himmel vollkommen wolkenlos, doch ziemlich genau gegen vier Uhr früh (11 Minuten vor Totalitätsbeginn) zeigten sich die ersten Wolken, die sich rasch verdichteten, den Himmel komplett dicht und den rötlichen Mond bald unsichtbar machten.

Wir bedanken uns bei den rund 250 (!) BesucherInnen, die trotz der frühen Morgenstunden die Volkssternwarte Hannover besuchten. Dort beobachteten sie gemeinsam mit einigen Mitgliedern die Mondfinsternis und konnten mit ihren Smartphones oder Kameras Bilder durch die Teleskope der Sternwarte machen.

4:08 Uhr MESZ, drei Minuten vor Totalitätsbeginn ziehen erste Wolken auf. (Bild: B. Knispel)
4:08 Uhr MESZ, drei Minuten vor Totalitätsbeginn ziehen erste Wolken auf. (Bild: B. Knispel)

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